biographie

Bernhard Wickis „Die Brücke“ gehört zu den beeindruckendsten Antikriegsfilmen überhaupt und ist einer der meistdekorierten Filme der deutschen Nachkriegszeit. „Die Brücke“ hat indes nicht nur den Ruhm ihres Regisseurs begründet, sondern auch den von Cordula Trantow. Die Tochter des Komponisten und Dirigenten Herbert Trantow und der Tanzpädagogin Edith Kirchhoff spielte mit 17 Jahren als Schülerin Franziska eine der weiblichen Hauptrollen des Films – um danach bis heute in mehr als 150 Produktionen in Film und Fernsehen und beim Theater zu glänzen.

Zu ihren Film- und Fernseharbeiten gehören unter anderem Rollen in „Jenseits des Rheins“ (André Cayatte), „Bekenntnisse eines möblierten Herrn“ (Franz Peter Wirth), „Das Schloss“ (Ruduolf Noelte), „Babeck“ (Wolfgang Becker), „Vor Sonnenuntergang“ (Oswald Döpke), „Die Ratten“ (Rudolf Noelte) und „Käthe Kollwitz“ (Herbert Ballmann) sowie in den Serien „Unser Walter“, „Der Alte“, „Derrick“ und „Ein Fall für Zwei“. Ebenso war sie in Folgen der Krimis „Tatort“, „Bella Block“, „SOKO Leipzig“ und „Stubbe“ zu sehen. Cordula Trantow hat in „30 Tage Angst“ in der Wüste Namibias gespielt und unter Dieter Wedel im Mehrteiler „Mit Glanz und Gloria“.

Bedeutend sind Cordula Trantows Auftritte auch auf den Bühnen der Republik. So spielte sie beispielsweise am Bayerischen Schauspielhaus München die Cordelia in „König Lear“, am Württembergischen Staatstheater Stuttgart Irina in „Drei Schwestern“ und bei den Münchener Kammerspielen Molly in „Der Marquis von Keith“. Weiterhin trat Trantow am Renaissance-Theater Berlin, an der Freien Volksbühne Berlin und am Rheinischen Landestheater Neuss in Stücken wie „Nora. Ein Puppenheim“, „Die Ratten“ und „Fräulein Julie“ in wichtigen Rollen auf.

Seit mehr als 20 Jahren ist die Berlinerin neben ihrer Schauspielkunst als Regisseurin tätig. Dieses Handwerk lernte sie bei der Theaterlegende Rudolf Noelte, unter dem sie bereits mehrfach spielte. Und den sie 1963 heiratete. 1989 schrieb und inszenierte sie das Fernsehspiel „Besuch“ mit Judy Winter. Im Jahre 1988 gründete Trantow den Theatersommer in Weilheim, 1999 folgte der Theatersommer in Garmisch-Partenkirchen, und von 2003 bis 2006 amtierte sie als Intendantin des Südbayerischen Theaterfestivals. Zu ihren zahlreichen Regiearbeiten gehören unter anderem „Die Möwe“, „Romeo und Julia“, „Der Irre von Chaillot“, „Ein Sommernachtstraum“ und „Der Zauberer von Oz“. 2010 war ihre Inszenierung „Die Nadel der Kleopatra“ mit Ingrid van Bergen und Cosma Shiva Hagen im neu eröffneten Schlosspark-Theater Berlin zu sehen.

Cordula Trantow, die englisch und französisch fließend spricht, zog es 1962 mit ihrem Mann Rudolf Noelte an den Starnberger See bei München. Mit ihm hat die Trägerin des Bundesverdienstkreuzes zwei Söhne, Jens und Jan. Derzeit brilliert Trantow mit einer Neuinszenierung der Kriminalkomödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ von Joseph Kesselring in verschiedenen deutschen Theatern.
Quelle: KunstundKultur.org

hörproben

Cordula Trantow liest "Der Schneeball" von Ingrid Noll




Cordula Trantow mit Reiner Schöne im Hörspiel "Karl der Grosse"

im gespräch

Cordula Trantow im Gespräch mit Torsten Münchow

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